Absorptionsfähigkeit

Hinweise auf die Fähigkeit zur Versenkung finden sich in der östlichen Weisheitslehre bereits in den Yoga-Sutras von Patanjali. Der Weg zum inneren Zustand vertiefter Meditation beginnt objekt-gebunden und endet mit objekt-freiem Samadhi. Das Ziel ist das reine Bewusstsein, die Transzendenz. In der westlichen Psychologie wird der Begriff verwendet, um Zustände zu beschreiben, in denen die Aufmerksamkeit völlig von einem Objekt eingenommen und alles andere ausgeblendet wird. 

 

Achtsamkeit

Innere Einstellung und Bereitschaft, das wahrzunehmen, was einem innerlich und äußerlich begegnet. Achtsamkeit kann in folgende Komponenten eingeteilt werden: achtsame Gegenwärtigkeit (Aufmerksamkeitskomponente), bewusstes Handeln und Erleben (Gegenteil des Autopilotmodus), Konzentration, nicht wertende Akzeptanz, kein „gut“oder „schlecht“, „richtig“oder „falsch“etc. (kognitive Komponente), die Fähigkeit zur Benennung kognitiv-emotionaler Phänomene, das Annehmen von Em-pfindungen (Wahrnehmungskomponente), die Fähigkeit zur Wahrnehmung interner und externer Stimuli. Achtsamkeit kann als ein sich prozesshaft entwickelndes einsichtsvolles Verstehen begriffen werden, als innere Distanz. 

 

Achtsamkeit lässt sich beschreiben als nicht-fokussierte Aufmerksamkeit oder bewusste Wachheit für alle Eindrücke, die durch die Sinne vermittelt werden und ins Bewusstsein dringen. Beispielsweise optisch, akustisch oder haptisch, oder innere Eindrücke wie Körperempfindungen, Stimmungen, Emotionen oder Gedanken. Die Eindrücke werden weder bewertet noch verdrängt oder festgehalten, sondern neutral wahrgenommen. Achtsamkeit hilft, innere Distanz zu gewinnen.

 

Atemheilarbeit

Die Atmung ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel leib-seelischer Verkoppelung, da dieser Vorgang sowohl körperlichen wie emotionalen „Interessen“des Gesamtorganismus dient. Sie sichert somatisch gesehen den Gasaustausch und somit den Stoffwechsel. Gleichzeitig stellt sie die primäre Beziehung des menschlichen Individuums zur Außenwelt her. Die Atmung steht dem Bewusstsein des Menschen nahe und kann auch physiologisch innerhalb gewisser Grenzen bewusst gesteuert werden (Anhalten des Atems oder forcierte Atmung). Dazu gesellen sich un- oder halbbewusste Einflüsse. Emotionen beeinflussen den normalen und pathologischen Atemvorgang wesentlich. Auch unsere Sprache, bedient sich in weitgehender Weise der Atmung. Sie ist wesentlich an der Gestaltung der Individualität und Klangfarbe des menschlichen Ausdrucks beteiligt. 

 

 

Die Atemtherapie macht sich den bereits bei urzeitlichen Schamanen bekannten Zusammenhang zwischen dem Atem und der Psyche zunutze. Besondere Atemtechniken, in Verbindung mit Körperarbeit, fördern und unterstützen die Lösung psychischer Blockaden oder psycho-somatischer Beschwerden. Sie können außerdem zu verschiedenen Formen eines spirituellen Erwachens führen. Zu Atemtherapieformen zählen z. B. Energetic Breathing, Holotropes Atmen und Rebirthing.