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Mindwandering oder Silence?

Dynamische Meditation! – eine 50 Jahre junge Methode und ein Weg (mit Jahrtausendealten Wurzeln) zu anderen Bewusstseinszuständen – ist zu uns gekommen als faszinierende Möglichkeit der Selbstexploration bis hin zu einer völlig anderen Qualität von SEINSERFAHRUNG der Einheit. Meditationsforschung untersucht u.a. neurophysiologische, psychologische und soziale Effekte und versucht Mystik und Wissenschaft miteinander in Beziehung zu bringen. So unterschiedlich die Zugangsweisen auf die menschliche Psyche auch sind, entspricht Meditation dem Zeitgeist und weckt die menschliche Neugierde, auch weil die Ausgangspositionen unterschiedlich sind: Hier, die Außenperspektive, die objektiveSicht mit ihren Methoden der Theorie- und Hypothesenbildung, Verifizierung oder Falsifizierung durch Experiment oder Beobachtung. Dort, die Innenperspektive, die subjektive Sicht der Selbsterfahrung mit Aussagen, die nur der Einzelne authentisch geben kann. Es ist das spirituelle Streben Meditierender, ihre ganz emotionale Art und Weise, auf das Leben zu reagieren, dass mir die Motivation für meine Studien liefert. Inwieweit beeinflusst Meditation unseren Alltag? 

 

Mind-Kontrolle, Mangelnde Konzentration, Mindwandering, Energieblockaden oder emotionale Zysten hemmen den Selbstausdruck und verhindern so persönliches und spirituelles Wachstum. Häufig sind schwierige Lebenssituationen, Stress, Konflikte in Beruf oder Partnerschaft Gründe seinen Lebensstil zu ändern – einige Zeit regelmäßig dynamisch zu meditieren. Das ist einErgebnis meiner Forschung zur Dynamischen: Wir können uns unserer Reaktions- und Interaktionsweisen bewusst werden, uns neu und anders positionieren, Schwierigkeiten als Herausforderungen begreifen lernen, das Positive im Negativen erkennen und nicht zuletzt uns selbst und unsere Lebensumstände freundlich, uns liebevoll, zugewandt anzunehmen.

 

Mit einem tiefen Ja, zu dem was ist. Diese, weder wertende, nicht urteilende Annahme wird in der Meditation über vier Phasen trainiert. Auf dem Weg der Vorbereitung (1-3) und auf dem Weg der Integration (5). In allen Wegabschnitten schulen wir unser neutrales Beobachterbewusstsein. Wir bleiben zentriert in unserer Mitte, sehen Gedanken vorbei fließen, spüren unseren Körper, fühlen, schauen aus der Vogelperspektive. Mit der Zeit bleiben wir auch außerhalb der Übungsstunde achtsam. Das ist vor allem wichtig in Situationen wo wir schnell dabei sind negativ zu urteilen, anstatt neutral und offen zu bleiben.

 

Die Studien beweisen, dass die Dynamische die Erholung von emotionalen Erschütterungen oder Belastungen beschleunigt und unser Resilienzniveau anhebt. In der Startphase wird unser Organismus mit Sauerstoff überflutet, der Stoffwechsel angeregt und unser Energievolumen gesteigert. Diese Phase korreliert mit der Stille (4). Auf der nächsten Stufe des Weges (2), kann die spirituelle Botschaft von Wut, Frust, Ärger u.a. decodiert werden, die Energie konstruktiv gewendet und Kraftreserven freilegt werden. Diese Power verdichtet sich auf der nächsten Stufe durch das Mantra-Springen. So wird der Weg (1-3) im wahrsten Sinn des Wortes das Ziel: Meditation. Der Zusammenhang ist höchst signifikant. In der nächsten Phase nehmen wir diese Gipfelerfahrung Frieden, Freude, Dankbarkeit, Achtsamkeit, Gelassenheit, Verbundenheit mit etwas größerem Ganzen u.a. zurück in unser Alltagsbewusstsein. 

 

 

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