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Gesundheitsmanagement zahlt sich aus

Gesundheitsmanagement wirkt sich für die Mitarbeiter positiv aus und lohnt sich aus Unternehmersicht in mehrfacher Hinsicht.  Kosten wie Lohnfortzahlung, Unfall- und Krankenstand können gesenkt und die Produktivität gesteigert werden. 

 

In der Regel erfährt der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz durch die Implementierung von Gesundheitszirkel, Arbeitskreisen oder Gesundheitswerkstätten© eine aktivierende Aufwertung. Ohnehin, stehen engagierte Mitarbeiter nach den Managern und Personalleitern an dritter Stelle als Initiatoren von BGM. 

 

In anderen Fällen, werden neue organisatorische Strukturen geschaffen, Mitarbeiter zu BGM-Fachkräften freigestellt oder externe Berater, Trainer oder Coaches hinzugezogen. Der Umbruch in der unternehmerischen Praxis der Entwicklung, Planung und Umsetzung gesundheitspräventiver Maßnahmen, Aufmerksamkeit und Investitionen zu schenken, setzt Hoffnung auf nachhaltige Wandlung des individuellen Gesundheitsverhaltens und das Entstehen einer werteorientierten Gesundheitskultur frei. 

 

Für die Entwicklung dieser „schönen neuen Arbeitswelt“ bedarf es motivierte Neuerungen aufgeschlossene experimentierfreudige Akteure im Unternehmen. Diese Akteure sind in ihrem Gestaltungsrahmen an Richtlinien, Orientierungshilfen und Gesetze gebunden, deren Auslegung mit ihrem individuellen Gesundheitsverständnis korrespondiert. 

 

Aktuell steht das, Ende 2014 verabschiedete Präventionsgesetz, im Zentrum der Aufmerksamkeit. In diesem Standardwerk haben weitreichende Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Niederschlag gefunden. Bereits 1986, erließ die Weltorganisation in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, Grundsätze zur Gesundheitsförderung in der Arbeits- und Lebenswelt, nachdem sie sich, zehn Jahre vorher in der Jakarta-Erklärung (1997) generell zur weltweiten Gesundheitsförderung im 21. Jahrhundert äußerte. Im neuen Gesetz heißt es beispielsweise: 

 

BGM soll systematisch auf die Unternehmenskultur, das Betriebsklima, die Qualifikation und das gesundheitsförderliche Verhalten der Mitarbeiter, sowie die Gestaltung von Arbeitsumwelten zielen. Wie es der Settingansatz der WHO beschreibt, liegt ein Fokus des Gesetzgebers auf den Betrieb und die Lebenswelt. Damit wird der  Aktionsradius auf die Gesundheitsförderung in Lebenswelten (Kita, Schule und Senioreneinrichtungen) erweitert. Hier wie dort heißt es, will der Gesetzgeber Maßnahmen der Primärprävention zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken, sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (BGF) anstoßen. Das stellt die Verantwortlichen vor fachliche und persönliche Herausforderungen. Sie sollen gesundheitsbewusst Führen, damit für Neues, Experimentelles offen und aufgeschlossen sein und somit für das Thema BGM brennen. Brennen ohne zu verbrennen.

 

Angesichts steigender Burnout-Erkrankungen bei Managern kein einfaches Unterfangen. Wegen der Gefahr für die Betriebe ihrerseits auszubrennen, ein dringend erforderliches Ziel. Das zeigen sogenannte „Top-Job-Trendstudien“ von Heike Bruch, Professorin und Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Fast die Hälfte der untersuchten Firmen zeigt einen gewissen Energieschwund, der mit dem vergleichbar ist, was Menschen erleben, wenn sie sich auf der Erschöpfungsspirale abwärts in Richtung Burnout bewegen. Fazit: Die Produktivität geht zurück, das Betriebsklima leidet und ist von Miss-trauen geprägt. Viele Beschäftigte fühlen sich erschöpft und resigniert. Der Wunsch zu kündigen steigt um fast 300 Prozent. Ergebnis: Das Unternehmen brennt aus. 

 

Dieses und weiteres soll durch einen Paradigmenwechsel verhindert werden der in den letzten Jahrzehnten in Politik, Philosophie und Wissenschaft der westlichen Gesellschaften stattgefunden hat. Es ist die grundlegende Änderung der Perspektive die das Modell der Salutogenese so spannend macht. Im Vordergrund stehen nun, statt nach den Ursachen von Krankheiten zu suchen („Pathogenese“ der Medizin), Faktoren wie man jemanden gesund erhalten kann („Salutogenese“). Denn Gesundheit wird als Resultat eines spezifischen Verhaltens, eines gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensstils und einer bestimmten Lebenshaltung wahrgenommen.

 

Als Wesen dieser inneren Haltung identifizierte der Medizinsoziologe Antonowsky das sogenannte Kohärenzgefühl: „ein alles durchdringendes, überdauerndes Gefühl der Zuversicht“, dass ich mit allen Anforderungen des Lebens fertig werden kann, immer Zugang zu dieser Kraft haben werde, mit Stress und pathogenen Einflüssen fertigzuwerden, das ich diese als Herausforderungen betrachte, die Willenskraft und Engagement verdienen. Unmittelbar daran sind Lebenswille, Lebensfreude und Lernbereitschaft geknüpft. Gesundes Verhalten kann erlernt und schädigendes Verhalten verlernt werden, wenn der Mensch sich auf einen entsprechenden inneren Wandlungsprozess einlässt. Dieses „Sich-Einlassen fördern Gesetzgeber, gesetzliche Krankenkassen und Betriebe seit längerem.  

 

Untersuchungen zufolge bewegt sich die Mehrzahl der Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Bereich der Verhaltensprävention. Dementsprechend nennt der gemein-same Handlungsleitfaden der gesetzlichen Krankenkassen die Felder Bewegung, Ernährung, Sucht und Stressbewältigung. Hier, auf dem Aktionsfeld „Stress“ dürfen, neben den westlichen Techniken der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen und dem Autogenen Training nach Schultz, auch Anbieter fernöstlicher Entspannungsverfahren wie Tai Chi, Qi Gong oder Yoga den Versicherten ihre Methoden vermitteln. Auch das Programm des amerikanischen Stressforschers J. Kabat-Zinn, (MBSR) wird von den Krankenkassen anerkannt und bezuschusst. Seit 2015 werden Prüfungsverfahren kassenübergreifend durch eine gemeinsame Prüfstelle durchgeführt. Das erleichtert den Anbietern den Anerkennungsprozess und beschleunigt es. Jeder Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen hat einen individuellen Anspruch auf Teilnahme an solchen verhaltenspräventiven Kursangeboten. Sie umfassen i.d.R. 8-10 Kurseinheiten von 90 Minuten Dauer. Voraussetzung für eine Förderung ist die regelmäßige Teilnahme. Diese muss vom Anbieter dokumentiert werden, der seinerseits ein detailliertes Curicullum vorlegen muss. Details, auch die über die Eingangs- und Zusatzqualifikationen der Kursanbieter finden sich im Leitfaden der GKV.

 

Maßnahmen der Verhaltensprävention dominieren Untersuchungen zur Folge bei der Konzipierung betrieblicher Fördermaßnahmen. Bei allem guten Willen auf Seiten der Unternehmen und auf Seiten der Teilnehmer werden immer wieder Kurse abgebrochen. Es mag an der Vereinzelung liegen. Die Praxis den Mitarbeitern Anreize über Bonusprogramme zu bieten und sie beispiels-weise dazu anzuregen in einem naheliegenden Fitness-Studio eine Rückenschule oder einen Yoga-Kurs zu besuchen glückt nicht immer. Mehr Erfolg versprechen Kurse die im Unternehmen etwa für gleiche Mitarbeitergruppen angeboten und durchgeführt werden.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Gemeinsames schafft Verbindung. Und, wenn, wie es die Top-Job-Trendstudien“ zeigen nicht nur Mitarbeitern sondern auch Unternehmen Energie verloren geht und sie ausbrennen, wird hier für Mitarbeiter und Unternehmen ein positives Energiefeld gewonnen dessen Stärke und Reichweite im Zeitverlauf zunehmen dürfte. Auch das Wesen der Bewältigungs- bzw. Widerstandskraft, das Kohärenzgefühl entwickelt sich durch kontinuierliche Übungspraxis. Auch die Fähigkeit, mit Stress umgehen und Belastungen psychische Widerstandskräfte entgegen halten zu können, baut sich wirksam durch Yoga, Meditation, Tai Chi und Qi Gong u.a. auf. Die Methoden sind allesamt mittlerweile gut erforscht. Sie erweisen sich als effektive Instrumente der Stressreduzierung, Entspannung und Emotionsregulierung. In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt Teilnehmer der Kurse zu kollegialen Beratern in Sachen Prävention auszubilden und dadurch einen innerbetrieblichen Diskurs in Gang zu setzen.

 

Ohnehin haben nur auf Nachhaltigkeit angelegte Projekte das Potential in sich das Gesundheitsverhalten zu verändern. Alibi-veranstaltungen wie Gesundheitstage ohne die Teilnehmer in den Erfahrungsmodus zu bringen locken niemanden mehr hinter dem Schreibtisch hervor. Spätestens seit den Forschungsarbeiten Maslows sollten, gemäß seiner Motivations-Pyramide* nicht nur physiologische sondern auch psychologische, emotionale, soziale und spirituelle Bedürfnisse befriedigt werden, um gesund zu sein und zu bleiben. Sein Kollege Jourard betont den Stellenwert der Wahrnehmung des eigenen inneren seelischen Lebens und das Körpergefühl für die Gesundheit. Wer inneres Wachstum erfährt ist in der Logik der beiden Pioniere der humanistischen Psychologie auf einem „gesunden“ Weg. Er erlebt nicht nur Zufriedenheit und Wohlbefinden, sondern wird durch Grenz- bzw. Gipfelerfahrungen (peak expiriences) belohnt. Erfahrungen, die jenseits des Alltagsbewusstseins liegen und die Normalität sichtbar macht. So betrachtet erfordert Gesundheitsförderung eine Neudefinierung der Werte nach denen wir arbeiten und leben. 

 

Während die Arbeitswissenschaften In den Arbeitswissenschaften, gelten Autonomie, Partizipation, Sozial- und Umwelt- oder Persönlichkeitsförderlichkeit u.a. als  zu realisierende Werte favorisiert werden weisen die amerikanischen Psychologen schon früh darauf hin, dass unser Alltagsbewusstsein, unsere Normalität eher etwas Ungesundes an sich hat. Demnach ist Normalität nicht identisch mit dem Gesundheit. Im Gegenteil seien der normale Lebensstil in höchstem Maße ungesund, da sie auf die Erfüllung sozialer Rollen und dem Beharren ungesunder Werte basieren, was zu mangelnder Authentizität, Verlust der Ich-Kraft, Selbstentfremdung, verminderter Abwehr-kraft und schlussendlich zu körperlicher und psychischer Krankheit führen. Das gegenwärtige Arbeitsleben zwischen Multitasking, ständiger Verfügbarkeit und steigender Unsicherheiten und Arbeitsintensivierungen hat weitgehend entmutigende krankheitsauslösende Wirkung. Ein gesunder Arbeits- und Lebensstil ist einer der den Menschen beseelt und ermutigt und dadurch Zuversicht und Hoffnung gibt und Wohlbefinden und sogar Glück erzeugt. (Pfeifer 2017©)

 

1

Alles beginnt im Kopf

Unser Handeln beginnt mit Gedanken

Gedanke folgt Energie

Jede Veränderung beginnt im Kopf

 

2

Unser neurologisches Potenzial

Meditations- und Achtsamkeitsforschung zeigen

Unser Gehirn verändert sich fortwährend

Durch Gedanken, Worte und Handeln

 

3

Herr unserer Gedanken werden

Wir selbst bergen in uns unser Potenzial 

Meditation aktiviert dieses Potenzial

Wir werden Herr bzw. Herrin im Haus

 

4

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Meditation fördert seid mehr als 2500 Jahren Achtsamkeit

Die Praxis ist eine effektive Methode des Gedankentrainings

Reduziert Stress und erhöht die psychische Widerstandskraft

 

5

MeMa® Gesundheitsprogramm

Individuelle Gesundheits- und Trainingsprogramme 

Methodenvielfalt (Bewegung und Stille)

Salutogenese und Achtsamkeit

 

 

 

6

Messbare Ergebnisse Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen 

Verbesserungen der Konzentrations- und Absorptionsfähigkeit

Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität

Verbesserung der Achtsamkeit und Präsenz

 

 

8

Wirtschaftlicher Nutzen

Steigerung der Arbeitszufriedenheit und -Motivation

Senkung des Krankenstandes

Verbesserung des Betriebsklimas

 

 

9

Machbarkeitsstudie zeigt

Konzept und Methoden übertragbar

Nach kurzer Übungszeit Veränderungen sichtbar

Brennen ohne Auszubrennen

 

 

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